Langzeitarchivierung: Technik
Die technische Infrastruktur des Archivierungs- und Bereitstellungssystems steht auf zwei Säulen:
- Für die Langzeitarchivierung der in der BSB produzierten Retrodigitalisate ist die "Zentrale Erfassungs- und Nachweisdatenbank für Digitalisate" (ZEND) im Einsatz; sie steuert den gesamten Workflow von der Vorbereitung über die Digitalisierung bis zur Bereitstellung und Archivierung mit maßgeschneiderten Funktionen und ermöglicht eine weitgehend automatisierte Verarbeitung der Digitalisate und der dazugehörigen bibliographischen, strukturellen, technischen und administrativen Metadaten.
- Für die Archivierung und Bereitstellung von Netzpublikationen, Web-Archiven und sonstigen elektronische Publikationen wird derzeit das Digital Asset Management System DigiTool von Exlibris eingesetzt.

Zur Speicherung der Daten wird das am LRZ betriebene Archiv- und
Backupsystem unter dem Softwarepaket Tivoli Storage Manager (TSM) der
Firma IBM verwendet, das sich bereits in den vergangenen Jahren in der
Archivierung der digitalen Bestände der BSB bewährt hat. TSM ist als
Client-Serverapplikation für heterogene Rechnerlandschaften konzipiert
und basiert auf offenen Standards, wie dem IEEE Mass Storage Reference
Modell. Das System verfügt über essentielle Funktionalitäten, die bei
der Langzeitarchivierung als Voraussetzung gelten. Die Anbindung des
Bereitstellungssystems an das Archivsystem erfolgt über eine
hierarchische Dateisystemschnittstelle.
Eine ausführliche Beschreibung ist
als PDF verfügbar.
Der Aufbau des Bereitstellungs- und Archivierungssystems BABS folgt dem Open Archival Information Systems (OAIS) Referenz Modell und berücksichtigt somit alle notwendigen Prozesse der Langzeitarchivierung. Der Ausbau geschieht modular, BABS ist dabei bestrebt, vorhandene technische Lösungen zu integrieren und z. B. die reibungslose Zusammenarbeit mit den vorhandenen Bibliothekssystemen zu organisieren.
